Solidarische Landwirtschaft

Wir laden Gemüse-Interessierte am Montag den 28.10. in unsere Gärtnerei ein. Hier könnt Ihr zwischen 16 und 18 Uhr die Gärtnerei besichtigen und Fragen zur Solidarischen Landwirtschaft stellen.

 

Anmeldung für die Gemüsesaison 2020 ab jetzt möglich!

 

Ihr wollt für die Saison 2020 dabei sein, hier gehts zu den Vereinbarungen. Füllt das Formular "Vereinbarungen für die Erntesaison 2020" aus und schickt es unterschrieben an uns zurück. Geht auch per E-Mail, dann aber eingescannt mit Unterschrift.

 

Ihr habt Lust auf frisches Gemüse direkt vom Hof eures Vertrauens, dann macht doch mit!

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Vereinbarungen für die Erntesaison 2020
VereinbarungenSolawiWildwuchs2020.pdf
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Ein Konzept der Zukunft

 

 

Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt? Bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Verbraucher*innen mit organisiert und finanziert wird. Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

Eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.

 

Die ganze Landwirtschaft - nicht das einzelne Lebensmittel - wird finanziert

 

Konkret handelt es sich dabei um den Zusammenschluss von unserer Gärtnerei mit einer Gruppe privater Haushalte. Die Erzeuger bilden eine Wirtschaftsgemeinschaft, welche auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist und die natürliche Mitwelt berücksichtigt. Auf Grundlage der geschätzten Jahreskosten der landwirtschaftlichen Erzeugung verpflichtet sich diese Gruppe, jährlich im Voraus einen festgesetzten (meist monatlichen) Betrag an den Solawi-Betrieb zu zahlen. Hierdurch wird den Erzeugern ermöglicht, sich unabhängig von Marktzwängen einer guten landwirtschaftlichen Praxis zu widmen, den Boden fruchtbar zu erhalten und bedürfnisorientiert zu wirtschaften. Die Abnehmenden erhalten im Gegenzug die Gemüseernte sowie weiterverarbeitete Erzeugnisse von unseren Hof wie Pflanzen und Tee’s die unser Solawi-Betrieb herstellt.    Der persönliche Bezug macht die gegenseitige Verantwortung bewusst. Die Verbraucher*innen erleben, wie ihre Ernährungsentscheidung die Kulturlandschaft gestaltet, soziales Miteinander, Naturschutz und (Arten-)Vielfalt ermöglicht und so eine zukunftsfähige Landwirtschaft stattfinden kann. Wesentlich ist also, dass eine Gruppe die Abnahme der Erzeugnisse garantiert und die Ernte bzw. alles, was notwendig ist, um diese zu erzeugen, vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte.

In einer Solidarischen Landwirtschaft können alle Beteiligten von dieser Beziehung profitieren:

 

Die Verbraucher*innen ...

 

  • erhalten gute Qualität: frische, vielfältige, saisonale, und regionale Nahrungsmittel
  • gewinnen Transparenz: sie wissen, wo und wie die Nahrungsmittel angebaut werden, wer sie anbaut und zu welchen Kosten dies geschieht
  • fördern regionale Nachhaltigkeit: Aufbau ökonomischer Strukturen, durch die eine lebendige lokale Landwirtschaft gestärkt wird
  • bekommen Zugang zu Erfahrungsräumen und Bildung: die Möglichkeit, sich Wissen über den Anbau und die Herstellung von Lebensmitteln und über die Pflege der Erde zu erwerben

 

Die Erzeuger*innen...

 

  • erhalten Planungssicherheit und die Möglichkeit der Unterstützung durch eine Gemeinschaft 
  • teilen das Risiko, das die landwirtschaftliche Produktion mit sich bringt (z.B. schlechte Ernte auf Grund von Witterungsbedingungen)
  • erhalten ein gesichertes Einkommen und somit die Möglichkeit, sich einer gesunden Form der Landwirtschaft zu widmen
  • erhalten einen größeren Gestaltungsspielraum für ihre Arbeit: z.B. die Anwendung von einer guten landwirtschaftlichen Praxis, die unter marktwirtschaftlichen Sachzwängen nicht immer möglich ist; experimentelle Anbauformen, Förderung der Bodenfruchtbarkeit durch Kompostbeigaben, bestmöglicheTiergerechte Haltung, Anbau samenfester Sorten, Verzicht auf Pestiziede und chemische Pflanzenschutzmittel
  • gewinnen mehr Freude an der Arbeit, da sie wissen, für wen sie die Lebensmittel anbauen
  • erleben mehr Mitbestimmungsmöglichkeit ihres Arbeitsalltags: Arbeitsstrukturen, die mehr Freizeit, Urlaub ermöglichen, als sonst in dieser Branche üblich ist.

 

Der Solawi-Betrieb ...

 

  • ist geschützt vor Veränderungen des Marktes
  • kann Produkte verwerten, die normalerweise auf Grund von Marktnormen im Müll landen würden. Durch Solawi wird bei den Verbraucher*innen ein entsprechendes Bewusstsein geschaffen und somit werden weitaus weniger Lebensmittel weggeworfen
  • kann eine größere Sortenvielfalt anbieten

 

 

Die Region ...

 

  • kann durch die Vielfalt in der Landwirtschaft ein Ort mit höherer Lebensqualität werden
  • weitere Projekte können durch das Zusammentreffen der vielfältigen Fähigkeiten der Verbraucher*innen entstehen (z.B. Tauschringe, Nachbarschaftscafés, Einmachtreffen usw…)
  • erfährt einen ökonomischen Impuls, da die Wertschöpfung zunehmend in der Region bleibt

 

 


Wwoofing bei Gärtnerei Wildwuchs
Wir sind Mitglied bei Wwoof-Deutschland

Gärtnerei Wildwuchs

Brückenstraße 6

99837 Fernbreitenbach

(Berka/Werra)

 

Tel. 036922/806666

info@gaertnerei-wildwuchs.de



Öffnungszeiten:

Montags 15:00 bis 18:30 Uhr (1. April-31.Oktober)